Gallensteine

Die Galle ist kein Organ, sondern das Reservoir der Leber für die Gallenflüssigkeit. In der Gallenblase wird diese Gallenflüssigkeit gespeichert und eingedickt. Die Gallenblase gehört zum Organsystem Leber. Als Gallensteine bezeichnet man feste, kristallisierte Produkte der Galle. Gallensteinleiden sind eine Volkskrankheit. Von dieser sind Millionen Menschen in Deutschland betroffen.

Gallensteine bestehen oft aus Cholesterin

Gallensteine entstehen durch ein Ungleichgewicht löslicher Stoffe in der Galle, wenn körpereigene Bestandteile verklumpen. Gallensteine können sowohl in der Gallenblase als auch im Gallengang zu finden sein. Gallensteine verursachen meist keine größeren Beschwerden. Da die Organe, in denen Gallensteine entstehen, jedoch so konzipiert sind, dass sie ausschließlich Flüssigkeiten beinhalten, können sie sich einklemmen und den Abfluss der Galle behindern. So entstehen teils heftige Koliken und/oder Entzündungen. Die Diagnose Gallensteine erfolgt anhand einer Ultraschalluntersuchung. Bei Gallensteine in der Gallenblase wird diese meist entfernt, bei Gallensteinen im Gallengang werden diese durch eine Spiegelung entfernt. Lösen Gallensteine beim Patienten keine Beschwerden aus, werden sie nicht entfernt. In Europa erkranken durchschnittlich ca. 10-15% der Menschen an Gallensteinen, wobei Frauen wesentlich häufiger betroffen sind als Männer.