Vitamine

Vitamine sind organische Stoffe, die der Organismus für bestimmte lebenswichtige Funktionen braucht, aber nicht oder nur in unzureichenden Mengen selbst herstellen kann. Vitamine sind somit essentiell, dass heißt, sie müssen regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Bedarf an diesen Mikronährstoffen ist gering im Vergleich zu den benötigten Mengen an energieliefernden Nährstoffen. Im Mangel treten neben denen für das jeweilige Vitamin charakteristischen Symptomen auch allgemeine Wachstums- und Reproduktionsstörungen auf. Bestimmte Vitamine können die Blutfettwerte positiv beeinflussen. 


Vitamin C

Vitamin C wird auch als Ascorbinsäure bezeichnet. Es ist ein wasserlösliches Vitamin, das hitze-, licht- und sauerstoffempfindlich ist. Vitamin C ist in allen Pflanzen enthalten. Gute Quellen sind Obst und Gemüse, wie Sanddorn, Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Kiwis, Zitrusfrüchte, Äpfel, sowie Petersilie, Paprika, Kohl und Tomaten. Der Vitamin-C-Bedarf liegt bei 80 Milligramm pro Tag. Er erhöht sich durch körperliche Belastungen wie Krankheiten, längere Medikamenteneinnahme und Leistungssport. Zu den Risikogruppen für eine Unterversorgung zählen neben den Rauchern auch allein lebende, ältere Menschen und länger als 4 Monate stillende Frauen. Eine Unterversorgung äußert sich in Symptomen wie der Neigung zu Zahnfleischbluten und in Schwellungen und Schmerzen im Bereich der Zungen- und Mundschleimhaut. Weiterhin können eine herabgesetzte Anpassungsfähigkeit, verminderte Widerstandskraft des Immunsystems, allgemeine Leistungsschwäche und erhöhte Streßanfälligkeit ein Zeichen von Vitamin-C-Mangel sein.

Vitamin D


Als Vitamin D wird Calciferol bezeichnet. Obwohl Calciferol biosynthetisiert werden kann, zählt es zu den Vitaminen. Die Menge der UVB-Strahlen, die auf die Haut eines bekleideten Menschen treffen, reichen in der Regel nicht aus, um soviel Vitamin D daraus herzustellen, dass der Bedarf dadurch gedeckt wird. Es muss also noch Vitamin D über die Nahrung zugeführt werden. Hohe Konzentrationen befinden sich in Leber, fetten Fischen, Margarine, Butter und Eigelb. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 5 Mikrogramm pro Tag. Vitamin D ist zusammen mit Calcium sehr wichtig für die Mineralisierung des Knochens. Ein Mangel kann zur Osteomalazie (Entmineralisierung des Knochens) führen. Bei Kindern birgt dies eine besondere Gefahr in der Wachstumsphase. Extrem viele Menschen in Deutschland leiden unter einem Vitamin-D-Mangel. Eine bessere Vitamin-D-Versorgung in Deutschland wäre sehr wichtig.