Olivenöl, Rapsöl und Öle
Olivenöl wird durch die Pressung des Fruchtfleisches und den Kernen von Oliven gewonnen. Oliven sind Früchte des immergrünen Ölbaumes der Mittelmeerländer. Er ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die wir kennen. Es handelt sich um Steinfrüchte mit einem Gehalt von etwa 20 bis 25 Prozent Öl. Mit bis zu 83 Prozent Ölsäure und 10 Prozent mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist Olivenöl auch ernährungsphysiologisch wertvoll. Außerdem ist es hitzestabil und eignet sich auch zum Dünsten und Braten.
Olivenöl ist das klassische mediterrane Speiseöl. Es ist weltbekannt und geschätzt durch seinen ausgeprägten und vielfältigen Geschmack. Wie beim Wein hängt der Geschmack von der Sorte, dem Anbaugebiet, der Erntezeit und dem Klima ab. Das Öl passt vor allem zu Speisen der Mittelmeerküche und eignet sich für Salatdressings oder für kalte Vorspeisen wie Antipasti. Günstig ist auch, es nach dem Kochen in Suppen oder über Gemüse zu geben. Menschen mit erhöhten Blutfettwerten sollten kein Olivenöl verwenden, da dieses Öl reichlich gesättigte Fettsäuren aber wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren und keinerlei Omega-3-Fettsäuren enthält. Besser als Olivenöl sind Rapsöl, Leinöl oder Nussöle wie Walnussöl.
Rapsöl
Rapsöl wird aus den Samen der Rapspflanze durch Pressung und/oder Extraktion gewonnen. Raps, der botanisch zu den Kohlarten gehört, ist die wichtigste Ölpflanze der gemäßigten Zonen der Erde. Auch in der EU wird Raps in großem Umfang angebaut. Das dunkel- bis hellgelbe Öl kommt sowohl kaltgepresst als auch als Vollraffinat in den Handel. In der Küche findet es als Speiseöl, Frittieröl oder auch in der Margarineherstellung Verwendung. Ernährungswissenschaftler bewerten Rapsöl aufgrund seines vergleichsweise hohen Gehaltes an Alpha-Linolensäure besonders positiv. Rapsöl sollte dunkel und kühl gelagert werden. Rapsöl ist ideal zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte geeignet. Es ist aus ernährungsphysiologischer Sicht besser als Olivenöl. Rapsöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und enthält wenig gesättigte Fettsäuren.
andere Öle
Öle werden aus Samen oder Nüssen und auch aus bestimmten Fischen gewonnen. Nicht alle Öle wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Fischöle sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die die Triglyzeride senken. Sie werden aus Hering, Makrele, Tunfisch oder Lachs gewonnen. Sie können aber auch aus bestimmten Algen gewonnen werden. Hochwertige Öle enthalten möglichst wenig gesättigte Fettsäuren aber reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Cholesterinspiegel-senkend sind insbesondere Rapsöl, Leinöl und Nussöle. Olivenöl ist weniger gut.


