Energiebedarf
Der Energiebedarf setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz des Körpers, der postprandialen Thermogenese, dem Zuschlag für den Leistungsumsatz und dem individuellen Mehrbedarf (Wachstum, Schwangerschaft oder Stillzeit). Der Grundumsatz ergibt sich aus dem Bedarf des Organismus für alle permanenten Organleistungen. Die Thermogenese ist die Energie, die für den Transport und die Speicherung der Nahrung und zur Umsetzung in Wärme benötigt wird. Der Leistungsumsatz hängt von der Arbeitsschwere bei unterschiedlichen Berufs- und Freizeitaktivitäten ab. Die Höhe des Grundumsatzes ist abhängig von Alter, Geschlecht, Körperoberfläche, Körpermasse, Körperzusammensetzung, Hormonstatus, Ernährungsstatus, Klima und Höhenlage. Zusätzliche individuelle Einflussfaktoren auf den Energiebedarf können Über– oder Untergewicht, Leistungssport, Aufenthalt in extremen Klimaten oder Erkrankungen sein.
In Deutschland ist die Energiezufuhr seit etwa einem Jahrhundert wesentlich geringfügiger gesunken als der berufsbedingte Energieverbrauch. Aus diesem Grund ist die Überernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel, aus epidemiologischer Sicht, die wichtigste Ursache des weit verbreiteten Übergewichts.
Joule
Ein Joule ist eine physikalische Einheit für Energie, Arbeit und Wärmemenge. 1000 Joule entsprechen 1 Kilojoule. Das Kilojoule sollte seit dem 1. Januar 1978 die Einheit Kilokalorie ersetzten. 1 Kilokalorie = 4,184 Kilojoule. Trotz der offiziellen Umstellung auf Kilojoule werden die Brennwerte von Lebensmitteln aber weiterhin auch in Kilokalorien angegeben.
Kalorie
Eine Kalorie entspricht der Wärmemenge, die nötig ist, um die Temperatur von 1 Gramm Wasser bei Normaldruck von 14,5 °C auf 15,5 °C zu erhöhen. Der Kaloriengehalt unserer Grundnährstoffe lautet wie folgt:
- 1 Gramm Kohlenhydrate = 4,1 Kilokalorien
- 1 Gramm Eiweiß = 4,1 Kilokalorien
- 1 Gramm Fett = 9,3 Kilokalorien
- 1 Gramm Alkohol = 7,1 Kilokalorien


